Trauung

"Weil die Hochzeit und Ehestand ein weltlich Geschäft ist, gebührt uns Geistlichen oder Kirchendienern nichts darin zu ordnen oder zu regieren...

Aber so man von uns begehrt, ... sie (die Eheleute) zu segnen, für sie zu beten oder sie auch zu trauen, sind wir schuldig, dasselbige auch zu tun."

(Martin Luther, Ein Traubüchlein für die einfältigen Pfarrherren)

 

Aus diesen Sätzen Martin Luthers wird der Kern unserer kirchlichen Trauung deutlich: 

Das verheiratete Ehepaar kommt in die Kirche

und bittet Gott um seinen Segen für den gemeinsamen Weg.

 

Zuständig für die kirchliche Trauung ist das Pfarramt, in dessen Seelsorgebezirk entweder die Braut oder der Bräutigam oder ihre Eltern den Wohnsitz haben. Die Brautleute können entscheiden, welches der zuständigen Pfarrämter sie um die Trauung bitten wollen.

 

Bitte klären Sie Ihren Hochzeitstermin mit dem Pfarramt möglichst früh, damit sie nicht am Ende alles vorbereitet haben, aber der Pfarrer fehlt.  

 

Etwa einen Monat vor der Trauung setzen wir uns zum Traugespräch zusammen.

Hilfreich ist es, wenn Sie sich bis dahin schon einmal Gedanken gemacht haben über einen Trauspruch, der Sie in Ihrer Ehe begleiten soll, Lieder, die wir singen, Freunde oder Verwandte, die sich gerne einbringen in Ihren Gottesdienst …

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Evangelischen Landeskirche in Württemberg
http://www.elk-wue.de/cms/kirchefuersie/glaubensabc/dietrauung
http://www.das-kirchenportal.de/themen/trauung/
http://www.trauspruch.de

http://www.ev-kirche-rhede.de/service/

 

 

Von der Ehe (von Khalil Gibran)

 

Was ist mit der Ehe, Meister?

 

Und er antwortete und sprach:

 

Ihr wurdet zusammen geboren,

und ihr werdet auf immer zusammen sein.

Ihr werdet zusammen sein,

wenn die weißen Flügel des Todes eure Tage schieden.

Ja, ihr werdet selbst im stummen Gedenken Gottes zusammen sein.

 

Aber lasst Raum zwischen euch.

Und lasst die Winde des Himmels zwischen euch tanzen.

Liebt einander, aber macht die Liebe nicht zur Fessel.

Lasst sie eher ein wogendes Meer zwischen den Ufern eurer Seelen sein.

Füllt einander den Becher,

aber trinkt nicht aus einem Becher.

Gebt einander von eurem Brot,

aber esst nicht vom selben Laib.

singt und tanzt zusammen und seid fröhlich,

aber lasst jeden von euch allein sein.

So wie die Saiten einer Laute allein sind

und doch von derselben Musik erzittern.

Gebt eure Herzen,

aber nicht in des anderen Obhut.

Denn nur die Hand des Lebens

kann eure Herzen umfassen.

Und steht zusammen, doch nicht zu nah.

Denn die Säulen des Tempels stehen für sich.

und die Eiche und die Zypresse

wachsen nicht im Schatten der anderen.